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Baulohn in Gießen und Reiskirchen

DIE SOZIALKASSEN DER BAUWIRTSCHAFT UND WAS DIESE MACHEN – SOKA-BAU

Die Sozialkasse der Bauwirtschaft oder kurz SOKA-BAU ist eine Dachmarke der beiden Non-profit Gesellschaften Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft (ULAK), sowie der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG (ZVK). Somit handelt die SOKA-BAU nicht gewinnorientiert und schüttet alle erbrachten Beiträge wieder in die Baubranche aus.
Für die Branchen des Baunebengewerbes sind andere Sozialkassen zuständig.

 

Kurz gesagt: Sie erhalten von allen Arbeitgebern eine prozentuale Umlage vom Bruttolohn der Mitarbeiter, verwalten dieses Geld, erstatten daraus den Arbeitgebern bestimmte Aufwendungen und sparen für die Arbeitnehmer eine zusätzliche Altersversorgung an. In jeder Branche ist dies etwas anders geregelt.

SOFORTMELDUNGEN AN DIE DEUTSCHE RENTENVERSICHERUNG

Zur Bekämpfung von Schwarzarbeit wurden zum 01.01.2009 die Sofortmeldungen eingeführt. Dabei sind einige Wirtschaftsbereiche, darunter auch die Baubranche, verpflichtet vor Beschäftigungsbeginn für jede*n Arbeitnehmer*in eine Sofortmeldung an die Datenstelle der Deutschen Rentenversicherung (DSRV) abzugeben. Bei einer Kontrolle durch den Zoll vor Ort, greift dieser online auf die Meldungen zu und kontrolliert, ob für alle Beschäftigten eine Anmeldung vorliegt. Ist dies nicht der Fall drohen unangenehme Bußgelder. Seit dem 01.01.2016 können die Sofortmeldungen nur noch elektronisch getätigt werden. Wir vom Buchführungsservice Lowitz helfen Ihnen bei allen Angelegenheiten zu Baulohn in Gießen und Reiskirchen.

REGELUNGEN FÜR DIE WINTERZEIT UND ARBEITSZEITKONTEN (BETRIFFT ALLE BRANCHEN AUSSER MALER

Im Winter verhindert das Wetter oftmals die Durchführung von Aufträgen oder es mangelt an Aufträgen. Damit Firmen ihre Mitarbeiter nicht entlassen, wurden Anreize geschaffen, diese weiter zu beschäftigen. Die Arbeitgeber zahlen eine Winterbeschäftigungsumlage von insgesamt 2 % des Bruttolohns an die Sozialkassen (Gerüstbau 1 %, GaLaBau 1,85 %), diese leiten das Geld weiter an die Arbeitsagentur. Die Arbeitnehmer müssen sich an der Finanzierung mit 0,8 % beteiligen (Dachdecker können alternativ auf 2 Tage Urlaub verzichten, Gerüstbauer beteiligen sich nicht). Aus diesen Beiträgen finanzieren die Arbeitsagenturen die zusätzlichen Leistungen in den Wintermonaten. Diese sind:

MEHRAUFWAND-WINTERGELD

Wenn im Winter gearbeitet wird (weil das Wetter doch nicht so schlecht ist): Mehraufwands-Wintergeld. In der Zeit vom 15. Dezember bis 28./29. Februar erhalten die Beschäftigten je gearbeiteter Stunde 1 € netto. Dieses Geld zahlt der Arbeitgeber aus, die Arbeitsagentur erstattet es ihm.

ZUSCHUSS-WINTEGELD

Wenn im Winter nicht gearbeitet wird, dafür aber Stunden vom Stundenkonto zur Verhinderung von Saison-Kurzarbeitergeld abgebummelt werden: Zuschuss-Wintergeld – Werden in der Sommerzeit Arbeitsstunden auf einem Arbeitszeitkonto angespart, können diese in der Winterzeit ausgezahlt werden. Die Arbeitsagentur zahlt für jede solche Stunde 2,50 € netto (im Gerüstbau 1,03 €).

SAISON-KURZARBEITERGELD (S-KUG)

Wenn im Winter nicht gearbeitet werden kann, kann Saison-Kurzarbeitergeld beantragt werden: In der Zeit vom 1. Dezember bis 31. März erhalten die Beschäftigten ein Ausfallgeld, das in etwa 60 bzw. 67 % des üblichen Nettogehalts (und damit dem Niveau des Arbeitslosengeldes) entspricht. Auch dieses Geld zahlt der Arbeitgeber aus, die Aufwendungen werden ihm von der Arbeitsagentur erstattet. (Für Gerüstbau fängt diese Zeit am 1. November an, und für die ersten 150 Stunden gibt es ein Überbrückungsgeld.)